Nach 8 Stunden Busfahrt durch eine Wüstenähnliche Gegend waren wir dann endlich da! Ich war mir lange gar nicht über die Bedeutung des Wortes MILAGRO im Klaren. Rückblickend betrachtet frage ich mich natürlich, wie die Gegend zu so einem Namen kommt. Der Lebensraum der Menschen dort ist so trostlos, dass es in jedem Fall an ein Wunder grenzt, dass überhaupt jemand dort lebt. Aber vielleicht benötigen die Menschen auch einfach den festen Glauben daran, dass ein Wunder ihre Lebenssituation oder zumindest die ihrer Kinder verändern kann. Vielleicht ist es aber auch einfach ein Wunder, - oder zumindest wunderbar, dass Gott in dieser Trostlosigkeit gegenwärtig ist und den Menschen die Kraft und Zuversicht gibt, die sie jeden Tag wieder neu beginnen lässt!
Manche mögen sich bei der Betrachtung einiger Bilder die Frage stellen: "Ist es denn überhaupt vorstellbar, dass Gott in dieser Trostlosigkeit gegenwärtig ist?" Andere mögen sich fragen: "Ist diese Trostlosigkeit denn überhaupt ohne die Gegenwart Gottes vorstellbar oder ertragbar?"
In seinen Grundzügen ist es ein Gedanke von Dietrich Bonhoeffer.
Die Folgenden Bilder bedürfen wohl keiner großen Beschreibung! Das ist MILAGRO:
... Und irgendwo, mitten in dieser Gegend befindet sich das Gebäude des ACJ. Hohe Mauern, oben durch durch Stromdrähte gesichert. Wer jetzt denkt, dass es fast einem Gefängnis ähnelt, hat gar nicht so unrecht. Ungefähr 10 Tage haben wir hinter diesen Mauern verbracht und sind eigentlich nur rausgekommen, wenn es mit Bussen zu anderen Einsatzorten ging!Die Arbeit mit den Menschen in Milagro!
Wir haben Gruppenstunden für verschiedene Altersklassen vorbereitet. Dabei war es uns immer wichtig, neben Spiel und Spass auch Raum für Begegnung zu schaffen und natürlich auch eine christliche Botschaft zu vermitteln.
Die war aber nicht im ACJ, sondern 5 Minuten außerhalb von Milagro. Die Begegnung mit den Senioren war für mich besonders eindrucksvoll, denn sie haben sich auf eine Art und Weise auf uns eingelassen, wie ich es nicht vermutet hätte. Zum Schluss sind sie wirklich alle zu jedem einzelnen von uns gekommen und haben uns persönlich verabschiedet und sich für die Zeit mit uns bedankt. Wahrscheinlich einer der beeindruckensten Momente für mich...
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