Donnerstag, 2. April 2009

Und wieder nach Lima















Auf dem Weg zu einem Missionseinsatz


Der ACJ hat einen Missionseinsatz in Trujillo geplant. Trujillo liegt ungefähr 2000 Kilometer nördlich von Arequipa. Zuerst bin ich allerdings wieder nach Lima geflogen, um dort die Gruppe zu treffen, die den Einsatz durchführen sollte. Dazu aber später mehr...

An meinem lezten Tag in Arequipa (11.03.09) war das Wetter so schön, dass ich von der Dachterasse meiner Gastfamilie den Chachani sehen konnte. Das war wirklich ein schöner Tag für mich, denn seit meiner Ankunft dort haben die Wolken den Blick auf die drei bekanntesten Berge um Arequipa meistens unmöglich gemacht. Neben dem Chachani befindet sich der Misti (ein Vulkan) und der Pichu Pichu (ebenfalls ein Vulkan).















Der Flughafen von Arequipa

Der Flughafen ist sehr überschaubar. Außer dem kleinen Gebäude auf dem Bild ist da wirklich nichts mehr. Kaum zu glauben, dass da wirklich richtige Passagierflugzeuge unterwegs sind.















Es ist schon komisch...

Obwohl meine Zeit als Baustoffkaufmann schon einige Jahre zurück liegt, fallen mir solche Sachen immer noch auf. "Die Zukunft bauen", - eine Werbung für Zement auf dem Flughafenparkplatz mitten im "Nichts".
















Selbstverständlich geht man zu Fuß über das Rollfeld und besteigt das Flugzeug über eine Treppe. Der Flug von Arequipa nach Lima dauert ca. eine Stunde, mit dem Bus ist man ungefähr 14 Stunden unterwegs.















In Lima angekommen, bin ich das erste mal alleine mit dem Taxi gefahren. Auch wenn es vielleicht etwas lustig klingt, es war für mich aber schon ein tolles Erfolgserlebnis, dem Taxifahrer auf spanisch zu sagen wo ich hin möchte und den Preis habe ich auch verhandelt. Mein Ziel war das zu Hause von Claudia und Gerd. Sie leben seit einigen Jahren in Lima und Gerd arbeitet dort im CVJM. Er war mein "Chef", als ich meinen Zivildienst im CVJM in Braunschweig gemacht habe. Wir hätten wohl beide kaum gedacht, dass wir uns nach so langer Zeit einmal auf seiner Dachterasse in Lima zu einem gemeinsamen "Fernsehabend" wieder treffen würden.















Mareike (links) und Sophie (rechts) absolvieren zur Zeit ihr Volountariat im ACJ-Peru! Da beide bereits seit einiger Zeit in Trujillo arbeiten, hatten sie von "peruanischer Seite" die Leitung für den Missionseinsatz. Sie sind zur Vorbereitung ebenfalls nach Lima gekommen. Es gab noch viel vorzubereiten und die Ankunft der deutschen Gruppe aus Stuttgart stand kurz bevor.















Aber weil neben der Arbeit ein wenig Erholung ja auch ganz gut tut, sind wir zwischendurch mal an die Küste Limas (Costa verde = grüne Küste) gefahren. Um zu verstehen, was an den Bildern so besonders ist, muss man wissen, dass Lima eigentlich eine Wüstenstadt ist und alles, was grün ist nur deshalb wächst, weil es künstlich bewässert wird. Die Luftfeuchtigkeit in Lima liegt teilweise zwar bei bis zu 80 %, es gibt aber so gut wie nie Regen.















Natürlich waren wir mit Claudia, Gerd, Lea-Marie und Jule (das ist der Hund) unterwegs. Nach einigen Jahren in Lima sind sie hier zu Hause und nicht nur gute Gastgeber, sondern auch wirklich tolle Menschen (bis auf Jule, die ist ein toller Hund)!





























Oben die grüne Küste, unten der Sonnenuntergang! Manchmal muss man einfach das Glück haben, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Und wenn man dann noch eine Kamera dabei hat, dann ist alles gut!





















































































Vielleicht ist es ein Beweisfoto für die bevorstehende Evolution des Hundes zum Zweibeiner. Jule versucht es zumindest ab und zu schon mal...



















Gottesdienst in einer freikirchlich geprägten Gemeinde in Lima...
Zwischen 500 und 1000 Besucher finden sich hier jeden Sonntag ein, um miteinander Gottesdienst zu feiern. Für mich war es ungewöhnlich und beeindruckend zugleich, dass der Austragungsort eine Sporthalle und keine Kirche ist. Gott ist halt überall und lässt sich sogar regelmäßig in Sporthallen oder wahrscheinlich auch anderswo feiern. Mit drei Beamern werden Liedtexte, Bilder und Videos auf die Leinwände projeziert und eine richtig gute Worshipband sorgt zusammen mit einem großen Chor für die musikalische Begleitung. Eine wirklich lebendige Gemeinde, die auch ganz ohne sakrale Räume auskommt.















Was mir allerdings gefehlt hat, ist das Kreuz als Zeichen des für uns gestorbenen und auferstandenen Chistus!!!

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