Montag, 6. April 2009

Vorbereitung auf den Missionseinsatz in Trujillo

Kennenlernen und planen!

Insgesamt waren wir nun 16 Personen, die den Missionseinsatz durchführen sollten. Dabei war nicht nur die sprachliche Barriere eine Herausforderung der sich alle stellen mussten, sondern auch die Tatsache, dass sich gar nicht alle untereinander kannten. Da wir in Lima nur relativ kurze Zeit zur Vorbereitung und zum Kennenlernen hatten, gab es für die deutsche Gruppe nicht viel Zeit, um sich zu aklimatisieren. Auch, wenn einige Bilder einen ziemlich "verspielten" Eindruck machen, war es doch ein ganzes Stück Arbeit, bis alle in eine Richtung gelaufen sind und wir das Projekt gemeinsam auf den Weg bringen konnten.

Ich habe ja schon gesagt, dass der CVJM in Lima riesig ist. Hier sind wir gerade in den Räumen, in denen Kicker, Tischtennisplatten und Billardtische stehen. Spielen ist zum Kennenlernen wohl eine der besten Möglichkeiten. Beim Rundlauf konnte jeder mitspielen, der im Besitz eines TT-Schlägers oder eines Schuhs war. Die "Handspieler" haben sich aber auch sehr gut geschlagen...

Naja... jeder, der Jugendarbeit macht, kennt solche Spiele. Der Zollstock muss auf dem Boden abgelegt werden und kein Finger darf dabei den Kontakt verlieren. Die Aufgabe kann also nur gelöst werden, wenn sich alle aufeinander konzentrieren uns sich die Gruppe aufeinander einstellt. Voraussetzungen, die für so einen Missionseinsatz durchaus hilfreich sein können!

Wir lernen uns kennen, indem wir uns auf engem Raum nach irgendwelchen Kriterien sortieren müssen. Das geht natürlich nicht ohne Absprache und Berührungsängste machen es hier nicht leichter... (und da war es wieder... das Problem mit der Sprache...)!

Über die Größe wird bekanntlich die Geschichte entscheiden! Aber ich finde, es ist ein schönes Bild dafür, dass Gott jeden von uns einzigartig und wunderbar gemacht hat (Michi und Gabi).

Es hat sich ziemlich schnell herausgestellt, dass die Peruaner/innen (Victor, Isaak, Gabi, Roxana und Claudia) die wundervolle Gabe haben eine Gruppe nicht nur in Bewegung zu bringen, sondern dabei auch noch wirklich viel Spass und Freude zu verbreiten.

Vielfalt, die begeistert...
In dieser Runde haben wir mal versucht herauszufinden, was so für unterschiedliche Gaben und Talente in der Gruppe zu finden sind. Wer ist der "Macher"? Wer der "Kopfmensch"? Und so weiter...


Und dann wurde es konkret...
Man fährt halt nicht einfach mal eben auf einen Missionseinsatz, ohne einen Plan in der Tasche zu haben. Das war allerdings wirklich ein ganz schönes Stück Arbeit. Jeder Tag wurde ganz genau durchgesprochen. Es war schon manchmal etwas anstrengend für uns alle, denn im Grunde wurde ja alles zweimal gesagt. Einmal in deutsch und dann noch einmal in spanisch, oder umgekehrt.

Independencia in Lima
Um schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf das zu bekommen, was uns in Milagro/Trujillo erwarten sollte, sind wir in Lima in eine sehr ähnliche Gegend gefahren. Der CVJM hat dort auch einen "Stützpunkt" und leistet wirklich wichtige Dienste an den Menschen. Neben geistlicher Arbeit gibt es einen Arzt und eine kleine Krankenstation. Wer es sich nicht leisten kann etwas zu bezahlen, wird kostenlos mit Medikamenten versorgt. Ein sehr großes Problem ist die Unterernährung der Kinder, die oft zu gravierenden Entwicklungsschäden führt. Eine Psychologin gehört ebenfalls zum Team, denn in den Familien gibt es teilweise große Probleme, die bis hin zur Misshandlung der Kinder führen.

Besonders wertvoll ist die Arbeit deshalb, weil die Menschen die dort leben so in die Projekte eingebunden sind, dass sie selbst dazu befähigt werden, etwas an ihrer eigenen Situation zu verändern.

Der CVJM als Arbeitgeber und Ausbilder
In der Näherei haben Frauen die Möglichkeit sich ausbilden zu lassen, um dann etwas für ihren Lebensunterhalt verdienen zu können. Viele Familien leben vielleicht einfach davon, dass Eltern und Kinder auf den Strassen ein paar Süßigkeiten oder Getränke mit minimalen Gewinn verkaufen. Da kann man sich schon gut vorstellen, dass so eine Ausbildung unter Umständen nicht nur neue Perspektiven mit sich bringt, sondern auch unheimlich wichtig für das Selbstwertgefühl der Menschen ist.

Hier werden T-Shirts, Kapuzenpullis und andere Kleidungsstücke genäht...

... und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Trotz einfacher Gegebenheiten ist die Qualität absolut professionell. Produziert wird, was oft von deutschen Kirchengemeinden oder CVJM´s in Auftrag gegeben wird. Der CVJM übernimmt die Vermarktung der Artikel und der Preis ist wirklich absolut okay.

Jetzt mache ich mal etwas Werbung! Wenn ihr für eure Gemeinde, Feuerwehr, den Kegelverein oder sonst irgendwen T-Shirts, Pullis oder sonst irgendwas mit oder ohne Bepflockung benötigt, dann lohnt es sich bei einer etwas größeren Stückzahl bestimmt, die Klamotten dort zu bestellen. Zumindest wisst ihr dann, wo euer Geld bleibt. Anfragen leite ich gerne weiter!

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