Insgesamt waren wir nun 16 Personen, die den Missionseinsatz durchführen sollten. Dabei war nicht nur die sprachliche Barriere eine Herausforderung der sich alle stellen mussten, sondern auch die Tatsache, dass sich gar nicht alle untereinander kannten. Da wir in Lima nur relativ kurze Zeit zur Vorbereitung und zum Kennenlernen hatten, gab es für die deutsche Gruppe nicht viel Zeit, um sich zu aklimatisieren. Auch, wenn einige Bilder einen ziemlich "verspielten" Eindruck machen, war es doch ein ganzes Stück Arbeit, bis alle in eine Richtung gelaufen sind und wir das Projekt gemeinsam auf den Weg bringen konnten.
In dieser Runde haben wir mal versucht herauszufinden, was so für unterschiedliche Gaben und Talente in der Gruppe zu finden sind. Wer ist der "Macher"? Wer der "Kopfmensch"? Und so weiter...
Man fährt halt nicht einfach mal eben auf einen Missionseinsatz, ohne einen Plan in der Tasche zu haben. Das war allerdings wirklich ein ganz schönes Stück Arbeit. Jeder Tag wurde ganz genau durchgesprochen. Es war schon manchmal etwas anstrengend für uns alle, denn im Grunde wurde ja alles zweimal gesagt. Einmal in deutsch und dann noch einmal in spanisch, oder umgekehrt.
Um schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf das zu bekommen, was uns in Milagro/Trujillo erwarten sollte, sind wir in Lima in eine sehr ähnliche Gegend gefahren. Der CVJM hat dort auch einen "Stützpunkt" und leistet wirklich wichtige Dienste an den Menschen. Neben geistlicher Arbeit gibt es einen Arzt und eine kleine Krankenstation. Wer es sich nicht leisten kann etwas zu bezahlen, wird kostenlos mit Medikamenten versorgt. Ein sehr großes Problem ist die Unterernährung der Kinder, die oft zu gravierenden Entwicklungsschäden führt. Eine Psychologin gehört ebenfalls zum Team, denn in den Familien gibt es teilweise große Probleme, die bis hin zur Misshandlung der Kinder führen.
Besonders wertvoll ist die Arbeit deshalb, weil die Menschen die dort leben so in die Projekte eingebunden sind, dass sie selbst dazu befähigt werden, etwas an ihrer eigenen Situation zu verändern.
In der Näherei haben Frauen die Möglichkeit sich ausbilden zu lassen, um dann etwas für ihren Lebensunterhalt verdienen zu können. Viele Familien leben vielleicht einfach davon, dass Eltern und Kinder auf den Strassen ein paar Süßigkeiten oder Getränke mit minimalen Gewinn verkaufen. Da kann man sich schon gut vorstellen, dass so eine Ausbildung unter Umständen nicht nur neue Perspektiven mit sich bringt, sondern auch unheimlich wichtig für das Selbstwertgefühl der Menschen ist.
Jetzt mache ich mal etwas Werbung! Wenn ihr für eure Gemeinde, Feuerwehr, den Kegelverein oder sonst irgendwen T-Shirts, Pullis oder sonst irgendwas mit oder ohne Bepflockung benötigt, dann lohnt es sich bei einer etwas größeren Stückzahl bestimmt, die Klamotten dort zu bestellen. Zumindest wisst ihr dann, wo euer Geld bleibt. Anfragen leite ich gerne weiter!
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