An diesem Ort befinde ich mich momentan sehr oft!Seit ich wieder vom Missionseinsatz in Trujillo zurück bin, verschaffe ich mir einen Einblick in
die Arbeit der ACJ in Horacio. An dieser Stelle muss ich mich auch mal korregieren... In den vergangenen Posts habe ich meistens "
Der ACJ" geschrieben. Genau genommen
ist das
aber falsch, denn "Die ACJ" ist nun mal feminin und nicht masculin! Anfangs klang das für mich aber sehr befremdlich, denn es ist ja auch "Der CVJM" und nicht "Die CVJM". Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt,
nun wird es Zeit, dass ihr euch auch daran gewöhnt: An "Die ACJ"!
Die Gegend wurde übrigens nach "
Horacio Zeballo Gámez" benannt. Er lebte von 1943-1984 und war insbesondere zur Zeit der Militärdiktatur in Peru
ein Kämpfer für die sozialen Belange der Menschen. Für seinen Einsatz und seine Überzeugung ging er sogar für eine gewisse Zeit ins Gefängnis!
So sieht es dort also aus...






So leben die Menschen dort. Der
Reichtum und Wohlstand ist in dieser Welt halt
nicht wirklich gerecht verteilt... Es ist immer wieder ein etwas beklemmendes Gefühl für mich, wenn ich mir vor Augen führe, dass ich einfach nur "Glück" gehabt habe, dass ich in eine Wohlstandsgesellschaft hinein geboren wurde.






Wenn ich
die Menschen in ihrem Alltag beobachte, dann erinnert mich das oft an die Erzählungen der Generation meiner Großeltern.
Die Zeit scheint irgendwann einfach stehengeblieben zu sein. Und immer wieder bewundere ich, mit welcher Fröhlichkeit die Menschen dieses Leben oft meistern.
Und mittendrin befindet sich die ACJ!

In diesem Gebäudeteil findet ein großer Teil der
Gruppenstunden für Kinder und Jugendliche statt. Ein weiterer Bereich ist die
Arbeit mit den Müttern, die Männer tauchen so gut wie gar nicht auf, da sie größtenteils damit beschäftigt sind, den Lebensunterhalt für die Familien zu verdienen.
Die Armierungseisen, die aus den Dächern und Wänden der meisten Gebäude herausragen,
dienen dazu, die Gebäude aufzustocken, wenn wieder Geld für weitere Baumaßnahmen vorhanden ist.
Ein ganz
wichtiger Bestandteil der Arbeit in Horacio ist, wie auch in Indenpedencia die
medizinische Versorgung der Menschen. In einem Neubau wurde eigens dafür eine kleine medizinische Abteilung eingerichtet. Insgesamt gibt es drei Räume, die für diesen Arbeitszweig bereit gehalten werden. In einem Raum ist die
Apotheke, in einem anderen das
Sprechzimmer der beiden Ärztinnen, die dort arbeiten und ein weiterer Raum dient als
Behandlungsraum.




Die Bilder zeigen nur den Behandlungsraum. Jeden Tag kommen Mütter mit ihren Kindern, die von der medizinischen
Grundversorgung gebrauch machen. Der Weg zu einem Arzt in der Stadt ist weit und viele könnten sich vielleicht nicht einmal das Geld für den Bus, geschweige denn für die Behandlung selbst leisten.
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